Vom Glück des Reisens mit nur wenig Gepäck


Wolff Horbach hat gerade mit einem Beitrag ein paar alte Erinnerungen bei mir wach gerufen. Er schreibt über das Glück des Reisens mit nur wenig Gepäck und natürlich außerhalb der vielbetretenen Pauschal-Touristen-Routen.

Wolff steht mit dieser Meinung natürlich nicht allein; spontan fallen mir z.B. Tim und Pierre ein. Tim beschreibt, wie er mit weniger als 10 Pfund reist, Pierre nimmt auf seine Weltreise nur 23 Dinge mit.

Ich gebe es ja zu, wenn ich mich auf den Weg zu einem Workshop mache, habe ich meistens mehr als genug Zeugs dabei. Aber schließlich ist das ja auch Arbeit. Für den Urlaub träume ich schon davon, mit so wenig wie möglich Gepäck zu reisen. Wie gut das funktioniert habe ich gleich nach dem Abi selbst erfahren. Ich wollte damals eigentlich nur von Kiel nach München trampen. Allein, weil ich auf diese Weise die Möglichkeit hatte, schneller und intensiver Kontakt zu anderen Menschen zu bekommen.

An der Autobahnraststätte Hamburg Stillhorn nahm mich ein Chinese mit. Er erzählte mir, dass er nach Amsterdam fahre. Nach kurzem Überlegen fragte ich ihn, ob ich nicht bis dahin mitfahren könnte. In Amsterdam sei ich noch nie gewesen. Er willigte ein und so kam ich nach Amsterdam. Die Übernachtung war dank meines Bundeswehrschlafsacks kein Problem. Schließlich war es Sommer und in einem der Parks von Amsterdam war immer ein Plätzchen zu finden.

Von Amsterdam ging es dann per Daumen weiter über Liege, Koblenz nach München. Von dort nach drei Tagen wieder nach Kiel zurück. Für mich war das eine der eindrucksvollsten Reisen. Ich lernte ne Menge Leute kennen. War vollkommen frei in meinen Entscheidungen und konnte tun und lassen was ich wollte. Einfach traumhaft.

Wenn ich heute mit wenig Gepäck reisen sollte, könnte ich auf sehr vieles verzichten. Auf mein MacBook allerdings nur sehr, sehr schwer. Aber damit bin ich nicht allein denn schließlich nehmen auch Tim und Pierre ihre Notebooks mit auf die Reise.

Was würdet Ihr auf jeden Fall mitnehmen?

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Leserkommentare

Kreditkarte, Taschenmesser, iPhone, Notebook und vor Allem ein richtiges Buch zum “richtigen” Lesen :-)

danke Frank,
das iPhone hätte ich fast vergessen ;-) ,
und da man damit Brot nur schwer schneiden kann, ist das Taschenmesser auch nicht schlecht.

Aber was macht man mit ‘ner Kreditkarte?

Mit der Kreditkarte kaufe ich mir einen Zusatzakku für das iPhone :-) )

@Frank:
gibt es nicht schon Solarkollektoren zum Aufladen – wäre in der Wüste (oder am einsamen Palmen-Strand) sicherlich besser, denn irgendwann ist Dein Zusatzakku auch leer und hilft Dir die Kreditkarte auch nicht weiter.



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