Wie gezielt fragen Sie nach Empfehlungen?

Wahrscheinlich kennen wir es alle. Wir haben für unsere Mitmenschen viele gute Tipps, wenn es aber um die Umsetzung im eigenen Unternehmen geht, wird es schwierig und zäh. Warum soll das bei einem Berater und Coach anders sein. Sicherlich haben wir vieles umgesetzt, aber so manches wartet auch bei uns noch auf die Umsetzung.

In Bezug auf das Empfehlungsmarketing ist es zum Teil ähnlich. Ich empfehle heute jedem meiner Kunden, ganz bewußt Testimonials zu sammeln. Meine eigene Sammlung ist aber immer noch überschaubar. Das liegt nicht daran, dass unsere Kunden nicht von unseren Workshops begeistert waren, ganz im Gegenteil, die allermeisten gingen absolut zufrieden und motiviert nach Hause.

Die mangelnde Ausbeute an schriftlichen Testimonials liegt einzig und allein daran, dass wir nicht direkt nachgefragt haben. Auch ohne Aufforderung haben uns die einen oder anderen Kunden geschrieben, sich bedankt und unsere Leistungen ausdrücklich gelobt. Die Anzahl ist aber bei weitem nicht so hoch wie sie sein könnte. In diesem Bereich haben wir also wirkliches Potential verschenkt.

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Ersparen Sie sich diesen Fehler. Fragen Sie Ihre Patienten doch gleich nach der Behandlung, bzw. Ihren Kunden gleich nach der Auslieferung der Ware oder dem Durchführen der Dienstleistung, wie zufrieden Sie mit Ihnen, Ihren Mitarbeitern und dem Ergebnis sind. Wenn Sie dann den Mut aufbringen, den Patienten zu bitten, dieses doch bitte kurz Ihnen auf seinem Briefbogen zu schreiben, dann werden Sie in aller Kürze eine beeindruckende Sammlung von Testimonials gesammelt haben.

Was Sie dann damit machen, liegt an Ihnen. Sie könnten einige davon (natülich mit der Genehmigung der Absender) in Ihrer Praxis auslegen, sie könnten das eine oder andere Lob ins Internet stellen. Sie würden damit einfach Ihren möglichen neuen Patienten den Schritt erleichtern, Ihre Dienste in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie noch mehr wollen, ein weiterer Tipp aus eigener Erfahrung. Vor ein paar Jahren wollten wir von unseren Kunden genau wissen, was sie an unserer Arbeit gut fanden und warum sie sich für uns entschieden hatten. Solche Fragen lassen sich leichter und unverfänglicher beantworten, wenn sie von einem Externen gestellt werden. Also beauftragten wir eine Journalistin damit, ausgewählte Kunden anzurufen und zu interviewen. Wir hatten natürlich vorher das Einverständnis dieser Kunden eingeholt.

Diese Interviews wurden aufgenommen und wir konnten sie uns anschließend anhören. Allein diese Erfahrung war den ganzen Aufwand mehr als wert. Es war für mich persönlich zum Teil nicht möglich, eine ganze Kassette auf einmal anzuhören. Das war zuviel des Lobes. So viel Lob war ich nicht gewöhnt.

Im Nachhinein wurde mir klar, warum ich mich so schwer mit dem massiven Lob tat. Mir ging es wie vielen anderen auch, ich war es gewohnt, mich gegen Kritik zu wappnen. Für massives Lob hatte ich aber keine „Verteidigungsstrategien“ entwickelt.

Aus diesem Grunde fiel es mir sehr schwer, dieses Lob beim ersten Mal anzunehmen. Insgesamt eine sehr interessante Erfahrung.

Testen Sie es aus, vielleicht ergeht es Ihnen ähnlich. Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

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geteilte Freude ist doppelte Freude

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Jörg Weisner

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