Das neue Jahr mit einem Vorsprung beginnen

Wir alle kennen das; die vielen guten Vorsätze, die wir uns jedes Jahr wieder am Silvester-Abend überlegen. „Jetzt werde ich endlich abnehmen! Ich werde mir mehr Zeit für meine Familie nehmen! Ich will meinen Mitarbeiterinnen besser zuhören! Ich werde morgens eine Stunde eher aufstehen und regelmäßig joggen – das wird meine Fitness stärken und mein Selbstwertgefühl verbessern! Ich werde mir regelmäßig Gedanken über unser Marketing machen!“ und so weiter, und so fort.

So weit zum Silvester-Abend.

Doch wie sieht es nach dem Jahreswechsel aus?

Das frühere Aufstehen kann sowieso erst am zweiten Januar beginnen, weil wir am ersten Januar noch total müde von der Silvestf-Feier sind. Also raffen wir uns am 2. Januar tatsächlich auf und laufen eine kleine Runde. Der Anfang ist geschafft.

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Am dritten Januar noch einmal das gleiche Spiel. Wieder früher aufstehen, die Laufsachen an und los. Wir sind ganz stolz auf uns. Abends treffen wir uns dann noch mit ein paar Freunden, es wird etwas später und wir trinken auch das eine oder andere Glas Wein.

Am nächsten Morgen, dem 4. Januar wollen wir zwar eigentlich aufstehen, doch so richtig können wir uns doch nicht dazu durchringen. Also bleiben wir liegen, genießen die wohlige Wärme im Bett. „Einmal ist keinmal“ sagen wir uns, „schließlich ist doch Urlaub, morgen werden wir bestimmt wieder laufen“.

Doch am nächsten Tag müssen wir eher ins Unternehmen, das hätten wir fast vergessen. Damit wird es auch an diesem Tag nichts mit unserem guten Vorsatz.

Und ehe wir uns versehen, sind wir wieder drin im alten Trott. Der gute Vorsatz ist noch nicht ganz vergessen, es quält uns noch etwas das schlechte Gewissen, aber irgendwie hat uns der Alltag wieder mit all seinen Verpflichtungen im Griff.

Dieses Beispiel aus der Reihe der privaten Vorsätze können wir getrost übertragen auf viele unserer beruflichen Vorsätze. Denen ergeht es oft ähnlich. Wir wollen in bester Absicht handeln, doch dann kommt (einmal wieder) alles anders. Die Mitarbeiterinnen sind gar nicht so begeistert von unseren neuen Marketing-Ansätzen. Sie sagen es nicht immer offen, aber sie machen auch nicht aus vollem Herzen mit. Auch hier versanden immer wieder viele gute Ansätze.

So richtig zufrieden sind wir mit der ganzen Situation nicht. Irgendwie haben wir uns das alles ganz anders vorgestellt, mit mehr Begeisterung, mehr Leidenschaft, einfach mehr Freude. Waren das nur Illusionen und müssen wir unsere Träume nun begraben?

Aus den oben geschilderten Erfahrungen hat sich in unserer Beratung zusammen mit unseren Kunden ein Instrument entwickelt, das wir „Jahres-Ziel-Workshop“ genannt haben.

In diesem Workshop setzen wir uns mit unserem Kunden und seinem Team für einen bis eineinhalb Tage zusammen und halten Rückblick auf das vergangene Jahr wie auch eine Vorschau auf das kommende Jahr.

Aus der gemeinsamen Betrachtung der Ereignisse wird allen deutlich, wo dies Unternehmen steht und in welche Richtung es sich entwickeln soll.

Gerade die gemeinsame Diskussion bildet ein solides Fundament für die zukünftigen Aktivitäten. Die im Workshop formulierten Maßnahmen werden zum Abschluß noch 

einmal zusammengefasst und darauf überprüft, ob wirklich auch klar ist, wer, was bis wann machen soll.

Um die Umsetzung dieser Maßnahmen hat sich dann ein kurzes Follow-up-Treffen bewährt, das nach 8-10 Wochen an einem Nachmittag oder Abend stattfinden kann. Dort werden dann die ersten umgesetzten Maßnahmen präsentiert und über die Fortschritte berichtet.

Der Vorteil solcher Veranstaltungen liegt zum einen in einem viel tieferen Verständnis zwischen den Mitarbeiterinnen und der Unternehmensleitung, zum anderen in einer Bündelung der Kräfte und einer klaren Fokussierung auf gemeinsame Ziele. Durch die gegenseitige Unterstützung ist es damit auch viel leichter, persönliche Tiefs zu überwinden. Das Team stärkt sich gegenseitig.

Abschluss-Feedback nach einem Jahresend-Workshop

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geteilte Freude ist doppelte Freude

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Jörg Weisner

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