Storytelling – in aller Kürze
Storytelling, die Kunst interessante Geschichten zu erzählen ist im Moment eines der angesagten Themen. In Leadership Seminaren lernen Führungskräfte dann z.B. die Macht einer guten Geschichte kennen – und oft auch schätzen.
Wie lang muß aber eine gute Story sein? 2 Seiten, 1 Seite oder noch weniger?
Wie wäre es einmal mit maximal 140 Zeichen?
Denn genau das ist die Länge eines Tweets, jener Kurznachricht, die über Twitter verschickt werden kann. Und dank einem Beitrag von Matias Roskos bin ich heute auf viele gute Stories gestoßen, die alle eines gemeinsam haben – sie sind nicht länger als eben diese 140 Zeichen.
Neugierig?
Hier sind zwei Beispiele:
“War das wirklich ich?” fragte Gott, und der Kater hämmerte in seinem Kopf. “Allerdings” grinste der Teufel. “Es dauerte 6 Tage.” #tinytales
Er hatte den See überquert. Zu Fuss. Das musste sich doch vermarkten lassen. Er trommelte seine 12 besten Freunde zusammen. #tinytales
Wenn Ihr jeweils die neuesten echten Short-Stories automatisch bekommen wollt, dann folgt einfach Florian Meimberg auf Twitter. So wie ich es einschätze, dürfte Florian eine Menge Spaß am Verfassen dieser Tweets haben.
Wieder einmal ein gelungenes Beispiel für Job&Joy.
Muss ich jetzt auch Angst um Snoerres Pfoten haben?
Eigentlich wollte ich ja gleich loslaufen. Natürlich mit Snoerre, meiner Islandhündin.
Was aber, wenn sie verräterische Spuren hinterlässt.
Muss ich dann auch Angst um ihre Pfoten haben. Man weiß ja nie, wo der große, böse Wolf wieder zuschlägt . Immerhin haben sich seine (Un-)Taten jetzt schon bis in die Ukraine herumgesprochen.
Aber ob der das merkt???
Snoerre, pass lieber auf, wohin du trittst.
Aber, wahrscheinlich werden diese ganzen juristischen Spitzfindigkeiten bei dir nur eines hervorrufen …

ein müdes Gähnen
(C) Barbara Lammert
Die Zeit der Ausreden ist vorbei …
Auch wenn ich in den letzten Monaten kaum gebloggt habe, gelesen habe ich nach wie vor eine Menge anderer Blogbeiträge. Das ist für mich eben inzwischen der Ersatz für meine ehemalige Zeitungslektüre.
Und das Schöne an vielen Blogbeiträgen ist, dass sie von bewusst ausgewählten Autoren geschrieben wurden. Die mich interessieren. Deren Inhalte mich interessieren. Und dich mich auch relativ häufig motivieren.
Wie schnell ich diese Motivationsimpulse dann in Handlungen umsetze, dass kommt natürlich ganz darauf an, auf das Thema, auf meine Zeit, auf meine Lust und Laune und auf meine eventuellen Ausreden.
Beim Thema Joggen habe ich in letzter Zeit ‘ne Menge Ausreden gehabt. Die hat mir Jochen Mai aber mit seinem Beitrag über Warhwak Matt Scott gründlich vermasselt.
Na ja, dann werde ich jetzt mal meine Laufschuhe anziehen und lostraben. Noch ein besseres Wetter als heute, wird es wohl dieses Jahr nicht mehr geben.
Und wenn es mal wieder regnen, stürmen oder schneien sollte, dann fällt mir bestimmt dieses Video wieder ein …
Eine Reklamation die Spaß bringt …
kann es gar nicht geben?
Reklamationen sind immer ärgerlich! ?
Eine ganz neue Art sich zu beschweren hat Dave Carroll entwickelt. Anlass dazu war eine Flugreise mit United Airlines nach Nebraska im Frühjahr 2008. Nach der Landung entdeckte Dave, dass seine 3.500 $ teuere Gitarre schwer in Mitleidenschaft gezogen war. Doch alle Reklamationen bei United Airlines verliefen ohne Ergebnis, obwohl Dave es mit viel Geduld über 8 Monate lang versuchte. Es blieb beim NEIN.
Was macht also ein Musiker, wenn er sich auf dem “normalen” Weg kein Gehör verschaffen kann? Er schreibt einen Song, nimmt ihn auf und veröffentlicht ihn auf Youtube. Hier ist er:
Ob United Airlines jetzt immer noch glücklich mit ihrer Entscheidung sind? Das Video wurde inzwischen immerhin über 2,3 Millionen mal angesehen. Wer also immer noch glaubt, dass sich Beschwerden nur drei bis zehnmal so schnell verbreiten, wie guten Erfahrungsberichte, der hat von den neuen Medien keine Ahnung.
Übrigens hat Dave United “versprochen” nicht nur einen Song zu produzieren, sondern sogar drei. Der Spaß wird also fortgesetzt, fragt sich nur noch für wen?
PS: Diese Frage ist schnell beantwortet, wenn man sich das Fazit von Dave durchliest:
“United has demonstrated they know how to keep their airline in the forefront of their customer’s minds and I wanted this project to expand upon that satirically. I’ve been done “being angry” for quite some time and, if anything, I should thank United. They’ve given me a creative outlet that has brought people together from around the world. We had a pile of laughs making the recording and the video while the images are spinning on how to make “United: Song 2” even better than the first. So, thanks United! If my guitar had to be smashed due to extreme negligence I’m glad it was you that did it. Now sit back and enjoy the show.”
PPS: Burkhard Schneider hat eben ebenfalls über das Video gepostet. Er hat es über Ed Wohlfahrt erfahren. Und über diesen hat auch Tourismuszukunft.de es erfahren und noch zwei weitere Video zu dieser Reklamation gepostet. Eines, in dem Dave berichtet, dass United ihm inzwischen eine Entschädigung angeboten hätten. Er empfiehlt jetzt, diesen Betrag zu spenden. Und ein zweites Video über CNN, die in ihren Nachrichten ebenfalls darüber berichtet haben.
Wir sehen, die virale Verbreitung läßt sich schwer bremsen, ist sie erst einmal in vollem Gang. In den 4 Stunden, seit ich diesen Beitrag geschrieben habe, haben immerhin schon wieder 33.000 neue Leser sich das Video angesehen. Und insgesamt haben über 12.000 Menschen auf Youtube ihren Kommentar hinterlassen.
Sperren statt löschen ???
Hintergründe und Meinungen haben anderen bereits viel besser beschrieben, als ich es könnte,
z.B. Thomas Knüwer,
Was Teheran, SPD und Ursual von der Leyen gemeinsam haben
Amtlich: Ursual von der Leyen hat gelogen
Alexander Greisle
Alper Iseri
Basic Sunday: Die Zensur und ihre möglichen Auswirkungen
Weitere interessante Links bietet Frank Hamm auf seiner delicious-Seite.
Dies natürlich nur ein kleiner Ausschnitt. Bei Google lassen sich (fast) unendlich viel mehr kritische Stimmen finden.
Danke an Sarah für den Link zu dem Video.
In dem nachfolgenden Video wird noch einmal sehr einfach erklärt, warum die Internetsperren nur ein Scheinkamp gegen die Kinderpornografie darstellen. Das Angucken lohnt sich, schon um anderen, die die Hintegründe noch nicht verstanden haben, es in einfachen Worten verständlich machen zu können.
Und ganz zum Schluß noch einen Beitrag von Christop Thurner. Einem 42 Jahre alten Unternehmer, seit 5 Jahren selbständig, 2 Söhne, 9 und 11 Jahre alt und bisher CDU-Wähler. Christoph hat sehr schön auf den Punkt gebracht, warum wir alle Ursual von der Leyen wirklich dankbar sein können. Denn sie (und alle Politiker die an dem Gesetz mitgewirkt haben) haben uns die Augen geöffnet.
Jetzt wird es Zeit die Kreise weiter und weiter zu ziehen. Die Mittel haben wir (noch) mit dem Internet. Lasst sie uns nutzen, bevor es absolut zu spät ist!
Jwala und Karl Gamper in Berlin – in einem Laden auf Zeit …
Das erste Mal habe ich von Karl Gamper über Hannes Treichl gehört. Hannes stellte den Bestseller “Es ist alles gesagt” vor. Was mich an dem Buch u.a. faszinierte, waren die vielen Parallelen zu meinem Job&Joy Ansatz. Karl Gamper präsentiert in diesem Buch 22 Unternehmer, denen eines auf jeden Fall gemein ist – die Freude an dem was sie tun.
Über Xing haben wir uns dann hin und wieder kurze Nachrichten ausgetauscht. Ich war neugierig, Karl und Jwala auch einmal persönlich kennen zu lernen, aber entweder war mir der Weg nach Tirol zu weit oder es passte vom Termin her nicht.
Um so erfreuter war ich, als ich per Xing eine Einladung von Karl nach Berlin erhielt. Immerhin liegt Berlin für mich praktisch vor der Haustür – zumindest wenn ich es mit Tirol vergleiche. Was lag also näher, als ein paar Termine in Berlin zusammen zu legen und den beiden einen Besuch abzustatten.
Wo? Na in dem Laden auf Zeit, den Jwala und Karl bis zum 12. Juni am Prenzlberg in Berlin angemietet haben. Schon die Idee, einen Laden nur für drei Wochen anzumieten, machte mich neugierig.
Der Willkommen-Gruß war dann auch im typischen Stil von Jwala Gamper auf der Fußmatte vor dem Laden zu erkennen.

Durch Blogbeiträge zu einem neuen Job?
Durch die richtigen Blogbeiträge wird man schlauer. Das dürfte inzwischen zweifelsfrei feststehen. Dass man dadurch garantiert einen neuen Job bekommt, ist natürlich nicht sicher, zumindest nicht zu 100 %. (Das wäre auch unseriös, so etwas zu versprechen.)
Aber dass man mit der richtigen Vorbereitung auf jeden Fall mehr Spaß hat – und damit einem Leben voller Job&Joy wieder ein ganzes Stückchen näher kommt, das beweist der heutige Gastbeitrag auf der Karrierebibel von Jochen Mai.
Kai Thrun hat die Tipps von Jochen sehr sorgfältig studiert und sich “exzessiv” auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet. Hier sein Fazit:
“Dank Karrierebibel.de war ich bei meinem letzten Vorstellungsgespräch so gut vorbereitet, dass es wohl das nachhaltigste meines Lebens wurde. Obendrein war es verdammt amüsant.”
Ich kann mir gut vorstellen, wie verblüfft die drei Fragesteller waren, als Kai so gut vorbereitet die Gesprächsführung übernommen hat.
Vielleicht sollte es irgendwann auch ein Blog geben, was die Arbeitgeberseite auf solche Situationen vorbereitet.
An Kai auf jeden Fall eine Gratulation zu der intensiven Vorbereitung und Umsetzung der Tipps. Und Jochen einen herzlichen Glückwunsch zu diesem Testimonial. (Was ich sonst von seinen Beiträgen halte, das habe ich ja bereits an anderer Stelle geschrieben.
Kopf schlägt Kapital – ein Aufruf von Günter Faltin zum Volks-Entrepreneur
Ich muss gestehen, diese Rezension des im Herbst 2008 erschienen Buches von Günter Faltin “Kopf schlägt Kapital” hat etwas (sehr) lange auf sich warten lassen. Den Grund hat aber der Autor selbst zu verantworten. Er hat das Buch so inspirierend geschrieben, dass ich es in einem Rutsch verschlungen habe und mich in den Tagen danach mehr mit den Ideen beschäftigt habe, dir mir bei der Lektüre gekommen sind, als mit der Rezension selbst.
Doch aufgeschoben soll nicht aufgehoben sein. Ich habe heute darüber hinaus den Vorteil, dass ich das Buch von dem bislang einzigen Professor für Entrepreneurship in Deutschland heute eher in der Form einer Meta-Rezension vorstellen kann. Meta-Rezension, weil es schon einige sehr gute Besprechungen gibt.
So hält Burkhard Schneider Günter Faltin für den spannendsten, engagiertesten und authentischsten Professor für Entrepreneurship in Deutschland. Dem Urteil kann ich mir gern anschließen.Burkhard schließt seine Besprechung mit folgendem Urteil:
“Ich habe mittlerweile mehr als 100 Bücher zum Thema Unternehmensgründung gelesen. Wenn ich nur ein Buch wählen dürfte, es wär dieses. Muss ich noch mehr schreiben, um Euch jetzt in den nächsten Buchladen zu jagen?”
Wem, dieses Urteil noch nicht reicht, der frage doch auch noch Wolff Horbach, auf seinem Faktor-G Blog. Wolff hat dort ebenfalls eine sehr ausführliche Besprechung des Buches von Faltin veröffentlicht.
Hier ein paar seiner Auszüge:
“In seinem neuen Buch “Kopf schlägt Kapital” beschreibt Faltin, was Entrepreneure von Unternehmern unterscheidet:
Ein Entrepreneur gründet ein Unternehmen. Er hat eine Idee für eine neue Art von Geschäft und gestaltet das.
Ein Unternehmer betreibt ein Geschäft. Faltin unterscheidet daher sehr deutlich zwischen Entrepreneurship und Business Administration. Letzteres ist nur der laufende Betrieb eines Unternehmens und daher etwas ganz anderes als das Design eines neuen Unternehmens, dem Entrepreneurial Design.”
Wolff Fazit: “Sie wollen ein eigenes Business gründen oder ein vorhandenes verbessern? Lesen Sie unbedingt dieses Buch!”
Überzeugt jetzt davon, dieses Buch zu bestellen? Noch immer nicht? Kein Problem. Hier ist eine weitere starke Empfehlung von Stefan Merath:
“Spannend ist jedoch die Konsequenz, mit der er seine Konzepte verfolgt. Für ihn hat das Entrepreneurial Design, die unternehmerische Idee die absolute Priorität. Lange vor Kapital und anderen Ressourcen. Er bringt viele Beispiele, die vor allem aus seinem Labor für Entrepreneurship hervorgingen. Diese haben nach meinem Eindruck oft das selbe Grundraster wie die Teekampagne. Man wähle ein Produkt, importiere dieses unter Umgehung des Zwischenhandels selbst und verkaufe es in großen Packungsgrößen. Schaut man sich den Einzelhandel in Deutschland an, so ist dieses Konzept noch unendlich oft duplizierbar.”
Und damit sind wir auch bei einem der Dinge, die Faltin gegenüber den allermeisten anderen Professoren auszeichnet. Er ist selber Unternehmer. Seit mehr als 25 Jahren läuft seine Teekampagne. Und dies so erfolgreich, dass er inzwischen der größte Importeur von Darjeeling Tee ist. Weltweit!
Sein Gründungskonzept hat ist durchaus ansteckend. Man schaue sich nur mal die Praxisbeispiele an, die ebenfalls nach diesem Muster erfolgreich gegründet wurden.
Den Anstoß jetzt endlich meine eigene Rezension dieses, inzwischen zum Bestseller gewordenen Buches, zu verfassen, war ein Video-Interview mit Günter Faltin, über welches ich gestern “gestolpert” bin. Eberhard Wagemann interviewt dieses Mal den Professor. Ganz gegen die sonst übliche Gewohnheit, in der Faltin lieber selbst die Fragen stellt.
Das Video dauert 75 Minuten und ist jede Minute wert. Eberhard Wagemann ist gut vorbereitet und stellt die richtigen Fragen. Und Günter Faltin erläutert mit viel Leidenschaft seine Thesen. Ob vor oder nach der Lektüre des Buches, schaut es Euch an. Ihr könnt Euch glatt ein paar Semester BWL sparen
.
Besonders fasziniert mich, der Aufruf von Faltin zum “Volks-Entrepreneur”. Er ist überzeugt davon, dass letzten Endes jeder das Zeug zum Entrepreneur haben kann. Weil gerade die besonderen Eigenarten jedes einzelnen Menschen, mit all seinen Ecken und Kanten ihn so unverwechselbar machen. Und wenn es gelingt, diese Einzigartigkeit mit einem gelungenen Gründungskonzept zu verbinden. Dann steht dem Unternehmenserfolg nichts mehr im Weg.
Ich kann mich dieser Einschätzung nur anschließen. Wir haben in den letzten 15 Jahren unzähligen Teilnehmern über unsere sehr einfache aber umso wirkungsvollere Simulationen die Grundzüge eines Unternehmens vermittelt. Die Teilnehmer kamen aus allen Bereichen, ob Hauptschüler, Abiturient oder Student, ob Banker, Handwerker oder Steuerberater, selbst mit Beamten des Finanzministerium haben wir diese Simulationen durchgespielt.
Und sie alle haben gezeigt, dass jeder die Grundlagen des Unternehmers in sich trägt. Wenn man ihn nur lässt. Und ihm nicht einimpft, das Denken an der Unternehmenstür abzugeben. Wie es in so vielen Betrieben lange Zeit gemacht wurde. (Doch dazu gern an anderer Stelle mehr …)
So, wenn Ihr jetzt immer noch nicht das Buch Kopf schlägt Kapital bestellt, dann ist Euch für heute nicht mehr zu helfen
.
PS: Unter diesem Link gibt es sogar handsignierte Exemplare.
PPS: Und wer doch zuerst einen intensiven Blick in das Buch werfen möchte, der findet hier alle Kapitel online.
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