Meine Erfahrungen mit Michael Gerbers Buch The E-Myth

Ich habe mich mit Michael Gerbers Bucher „The E-Myth“ das erste mal vor etwa 10 Jahren beschäftigt. Schon damals hat er mich fasziniert und ich fand viele seine Ansätze duch meine eigenen Erfahrungen und durch die Erfahrungen mit meinen Kunden bestätigt.

Jetzt gibt es das neuere Buch von Gerber, „The E-Myth Revisited“ auch als deutsches Hörbuch. Was lag also näher als mir es zu bestellen und mir die einzelnen CDs als MP3- Datei im Notebook abzuspeichern. Das hat für mich den großen Vorteil, dass ich mir die MP3-Dateien anschließend auf meinen MP3-Player übertragen und diese dann beim Laufen hören kann.

Das Hören von gesprochenen Bücher wie auch von Seminar-Mitschnitten motiviert mich zusätzlich, mir die Laufschuhe anzuziehen.

Michael Gerber, diesmal also als Hörbuch – eine interessante Auffrischung seiner Inhalte.

Erste Ausage: Es gibt nicht den Unternehmer!

Es gibt drei vollkommen verschiedene Typen, den Unternehmer, den Manager und den Fachmann. Alle drei Typen vereinigen sich in einer Person, in der Person des Praxisinhabers oder Unternehmers.

Das Problem daran ist, dass diese drei Typen vollkommen unterschiedliche Ziele und Vorstellungen und Vorgehensweisen haben.

Der Unternehmer ist der Visionär, er kreiert ständig neue Ideen und neue Projekte.

Der Manager versucht krampfhaft Ordnung in das ganze Chaos zu bringen.

Der Fachmann möchte eigentlich nichts lieber, als in Ruhe seine Arbeit machen.

Der Unternehmer orientiert sich an der Zukunft, der Manager an der Vergangeneheit und der Fachmann an der Gegenwart.

Das große Problem daran ist, diese drei Personen unter einen Hut zu bringen. Sowohl intrapersonell als auch interpersonell.

Wenn ich an meine eigene Unternehmens-Entwicklungen zurückdenke, wird mir dabei bewußt, wie oft ich mit meinen Ideen meine Mitarbeiter fast verrückt gemacht habe. Sie wollten die eine Idee gern umsetzen, wenn ich schon längst mit meinen Gedanken bei dem nächsten Projekt war. Die Probleme waren vorgezeichnet.

Eine konsequente Anwendung der Vorschläge von Gerber hätte uns so manche Schwierigkeit ersparen können. Aber man lernt ja nie aus ...

Mehr Lebensfreude für Sie und Ihre Kunden

Wann haben Sie das letzte Mal selbst in einem Wartezimmer gesessen?

Ich wette es ist sehr lange her, wenn Sie überhaupt warten mußten. Velleicht konnten Sie als Privat-Versicherter „privaten“ Termin ausmachen oder wurden zumindest bevorzugt behandelt.

Den allermeisten Ihrer Kunden ergeht es aber vollkommen anders. Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie würden als ganz normaler Kassenpatient in das Wartezimmer eines Allgemein-Mediziners kommen. Sagen wir gegen 08.30 Uhr. Sie haben starke Schmerzen im Hals, husten etwas und wollen einfach sicher gehen, dass es „nur“ eine dicke Erkältung ist.

Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wird das Wartezimmer schon gut gefüllt sein, wenn Sie ankommen. Vielleicht finden Sie noch nicht einmal einen Platz. Aber nehmen wir einfach an, es sind genug Stühle vorhanden, Sie können sich noch irgendwo dazwischenquetschen und greifen sich eine der angebotenen Zeitschriften – vielleicht den Stern, um sich die Wartezeit etwas zu vertreiben.

Auch wenn Sie die Unterhaltungen der anderen Patienten eigentlich gar nicht interessiert, so ganz können Sie Ihre Ohren doch nicht schließen. Mit einem Ohr hören Sie automatisch die Gespräche Ihrer Leidensgenossen mit. Die Nachbarin zu Ihrer Linken klagt gerade über starke Schmerzen im Brustbereich. Sie hat auch erhebliche Probleme beim Atmen, und beschreibt die Symptome in aller Ausführlichkeit, mit eindringlichen Worten.

Was wir von gut geführten Hotels lernen können

Um Ihnen einen kleinen Eindruck von den überraschenden Erfahrungen zu vermitteln, die Michael Gerber so fasziniert haben, dass er seit 17 Jahren immer wieder in einem bestimmten Hotel Urlaub macht, gebe ich Ihnen hier eine kurzen Ausschnitt – mit seinen eigenen Worten:

„Ein Streichholz, ein Konfekt, eine Tasse Kaffee und eine Zeitung“

Das erste Mal war reiner Zufall – das heißt, reiner Zufall für mich. Ich war schon sieben Stunden im Auto gesessen. Da ich müde wurde, beschloss ich meine Fahrt nach St. Francisco zu unterbrechen und zu übernachten. Das Hotel lag in einem Redwood- Wäldchen mit Blick auf den Pazifik.

Zu dem Zeitpunkt, als ich die Rezeption betrat, war die Sonne bereits untergegangen und der Wald dunkel. Irgend etwas vermittelte mir sofort das Gefühl, dass ich an einem ganz besonderen Ort war. Das Licht in der Rezeption war gedämpft. Die Redwood-Vertäfelung warf einen rötlichen Schimmer auf die drei dick gepolsterten Sofas, die sich an die drei Wände rund um den Rezeptions-Schalter schmiegten.

Faszinationen des Sommers

Kann es etwas Schöneres geben, als herrliche Sommertage?
Lange laue Abende, die man auf der Terrasse bei einem kühlen Glas Weißwein verbringen kann. 
Klare erfrischende Morgen, mit wunderschönen Sonnenaufgängen – vorausgesetzt man steht früh genug auf.

Wer im Mai keine Faszinationen findet, dem ist nicht zu helfen

Das der Mai alles neu macht, ist ja schon sprichwörtlich. Ich freute mich auf jeden Fall schon Wochen vorher auf das sprießende Grün und die vielen frischen Blüten. Wenn man dann noch über die Landschaft fährt und links wie rechts die Rapsfelder in ihrem hellem Gelb leuchten – was kann es schöneres geben. Ein Fest für die Sinne.

Überraschen Sie sich selbst, welche Faszinationen Sie noch alle entdecken können, wenn Sie bewusst danach suchen.

Glück kann man lernen

Die Suche und der Wunsch nach Glück verbindet die meisten Menschen. Das Phänomen „Glück“ wurde lange Zeit überwiegend von Philosophen behandelt. Die Wissenschaft fängt erst in jüngerer Vergangenheit an, sich damit zu beschäftigen. Eines der Bücher, die mich sehr stark beeindruckt haben, ist „Flow“ von Mihaly Csikszentmihalyi. Er beschreibt sehr fundiert, wie wir es schaffen, in den berühmten „Flow“ zu kommen, in jenen Zustand, in dem wir praktisch eins werden mit der Tätigkeit, in dem wir auch das Streben nach dem Glück vergessen sondern einfach glücklich sind.

Interessanterweise hat das Erreichen dieses Zustandes nicht mit der Bildung oder dem Beruf zu tun. Ein Freiberufler mit einem Hochschulabschluß kann sie genauso erreichen, wie ein „ungelernter“ Arbeiter am Fließband. Entscheidend ist ein bestimmtes Verhältnis zwischen dem persönlichen Leistungsvermögen und dem Anspruch der jeweiligen Aufgabe. Ist die Aufgabe für mich viel zu leicht, kommt schnell die Langeweile auf. Ist sie viel zu schwer, besteht das Risiko, dass ich mich überfordert fühle. Ideal scheint es zu sein, wenn die Aufgabe mich immer etwas stärker fordert, als meine Fähigkeiten es mir ohne Anstrengung ermöglichen würden.

Einen ganz anderen Weg der Untersuchung hat der Dalai Lama gewählt. Er schickte acht seiner Mönche in die USA. Hier meditierten sie dann für die Wissenschaft. Ulrich Kraft beschreibt in der Süddeutschen Zeitung diese wissenschaftliche Untersuchung.

Warum es Sinn macht, eine Unternehmens-Simulation mit einem Lerntraining zu kombinieren

Dieser Kunde hatte uns etwa vor einigen Jahren angerufen und fragte nach der Einsatzmöglichkeit von Unternehmens-Simulationen. Wie so oft, hatte der Kunde von einem anderen unserer Kunden von unseren Seminaren und Simulationen gehört und war neugierig geworden.

Dieser neue Kunde wollte ca. 100 gewerbliche Mitarbeiter weiter qualifizieren. Für den größten Teil dieser Mitarbeiter lag die Ausbildung schon lange Zeit zurück. Auch wenn diese Mitarbeiter zu den besten des Unternehmens gehörten, war Ihnen das Thema „Lernen“ weitgehend fremd. Entweder hatten Sie sich noch nie mit dem Thema intensiv beschäftigt – das trifft auch auf die meisten anderen Menschen heute zu – oder Sie hatten es schon lange vergessen.

Nach vielen Gesprächen und einer längeren Konzeptionsphase stand dann endlich das gesamte Weiterbildungsprogramm. Sogar die IHK hatte sich bereit erklärt, die Absolventen dieses Lehrganges zu prüfen und mit einem Zertifikat zu belohnen.

Entsprechend groß war am Anfang auch die Erwartungshaltung wie aber auch die Skepsis. Keiner der Teilnehmer konnte sich so richtig vorstellen, wie er es schaffen sollte, die angekündigte Menge des Stoffes in einer Zeit von drei Wochen „in den Kopf“ zu bekommen.

Eines Tages werde ich alt sein

Gedicht aufsagen - das war für mich in der Schule mehr als langweilig. Dass es auch ganz anders geht, beweist ​Julia Engelmann, Poetry-Slammerin aus Bremen mit Ihrem Stück: "Eines Tages Baby werden wir alt sein".

"Das mach ich später, ist die Baseline meines Alltags . . . " und "Mut ist auch nur ein Anagramm von Glück", mit diesen Sätzen begeistert Poetry-Slammerin Julia Engelmann das Internet und spricht damit aus, was viele wohl alle denken. 

Sie wurde damit praktisch über Nacht berühmt. Ihr Beitrag wurde beim 5. Bielefelder Hörsaal-Slam aufgezeichnet und ins Netz gestellt. Sie selbst hatte das gar nicht mitbekommen. War nur überrascht, dass sie mit einem Mal immer mehr Kontaktanfragen auf facebook bekam.

Julia Engelmann bezieht sich auf einen Song, den der israelische Sänger Asaf Avidan sang, "One Day/Reckoning Song". Der Refrain, ins Deutsche übertragen: "Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein, und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können."

Julia erzählt von der Lethargie, der Aufschieberitis, mangelnder Energie, fehlender Initiative. Aber in einem Tempo und mit einer Dynamik, die gleichzeitig fasziniert und nachdenklich stimmt. "Ich bin ein entschleunigtes Teilchen . . . Das mach ich später, ist die Baseline meines Alltags . . . Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund . . . Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf. Mein Dopamin, das spar ich immer, falls ich's noch mal brauch ." 

Statt einem Leben im Konjunktiv, mit lauter aufgeschobenen Projekten, die nie verwirklicht werden, wie z.B. einen Marathon laufen oder die Buddenbrooks lesen, fordert Julia auf: "lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen . . . Mut ist auch nur ein Anagramm von Glück."

Diese Aufforderung spricht mir aus der Seele und passt hervorragend zu unseren Führungs-Seminaren. Eine unserer entscheidenden Fragen dort bezieht sich auf ein Zitat von Howard Gardner:

"Leadership is the ability to create a story, that effects the thoughts,
feelings and actions of others"

So, welche story willst Du schreiben?

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Warum stehen Sie jeden Morgen auf?

Dieses Bild erschien vor einigen Jahren in einer Werbung von Minolta. Ergänzt durch folgenden Text (von mir ins Deutsche übersetzt).

„Warum stehen Sie jeden Morgen auf?

Wegen der Arbeit?
Um sich eine Hoffnung oder einen Traum zu erfüllen?
Wegen dem verdammten Wecker?
Ist es wegen der Chance einen kleinen Beitrag zu leisten, wie groß oder klein er auch immer sein mag, bei Ihrer Arbeit, für Ihre Familie, für die Gemeinde oder vielleicht
auch für die Welt in der Sie leben?

Ihre Antwort könnte Ihr Leben verändern.

Sie könnte auch das Leben Ihrer Mitmenschen verändern.

Dieser Text hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Er trifft den Kern. Die Frage nach dem Sinn unseres Handelns, nach unserer Vision.

Wie sagt Klaus Kobjoll so schön: „Wer morgens nur aufsteht um zu pinkeln, dessen Vision ist einfach nicht stark genug.“ (Wenn er denn überhaupt eine hat.)

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine klare und schriftliche festgehaltene Vision einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist.

Diejenigen, die in ihrer Arbeit Erfüllung und Glück gefunden haben, werden sie kaum als Arbeit empfinden. Wahrscheinlich würden sie diese Arbeit genauso gern und gut vollbringen, wenn sie es gar nicht mehr nötig hätten zu arbeiten.

Nur wegen des Geldes zu arbeiten, ist ein sehr schnell schwindender Motivator.

Andererseits ist es gerade im heutigen Gesundheitswesen immer schwieriger, trotz der immer stärkeren Reglementierungen, Verordnungen und Einschränkungen sich die Freude an der Arbeit zu erhalten. Umso wichtiger ist es, genau zu wissen, was man für sich selbst möchte.

In 10 Schritten gelangen Sie zu Ihrer Vision. In den Checklisten finden Sie die Anleitung dazu. Sie geben Ihnen einen guten Überblick wie Sie zu einer Vision gelangen:

Wo werfen Sie Ihr Geld weg?

Ich nahm bei der Unternehmens- Simulation einen der Werteträger (ein Plastikröhrchen) mit ca. 10 Ein-Euro-Münzen drin in meine rechte Hand. Meine Frage lautete: „Was passiert, wenn von diesen Forderungen ein Teil der Kunden nicht mehr zahlen kann und Ihnen dafür mitteilt, sie hätten die Insolvenz beantragt?

Nach anfänglichem betretenem Schweigen kam die ersten Antworten: „Dann ist das Geld weg. Dann können wir die Forderungen ausbuchen. Dann machen wir Verlust. Dann haben wir mit Zitronen gehandelt. ...“ „Alles richtig“ sagte ich und unterstrich das Ganze indem ich die Münzen aus dem Werteträger auf dem Fußboden kippte. „Dann ist dieses Geld für Sie genauso weg, als wenn Sie es persönlich weggeworfen haben.“

Der eine oder andere der Teilnehmer zuckte richtig zusammen, als der das Klimpern der Münzen auf dem Fußboden hörte und gleichzeitig sah, wie ich das „kostbare“ Geld einfach wegwarf.

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